Soay-Schafe sind eine nur leicht domestizierte Form des vorderasiatischen Wildschafs, die vor ca. 3000 Jahren auf unbewohnten Inseln des St. Kilda-Archipels vor der Westküste Nord-Schottlands ausgesetzt und seitdem sich selbst überlassen wurden. Sie besitzen, im Gegensatz zur Wildform, ein leichtes Wollvlies, das im Frühjahr abgeworfen wird - die Tiere müssen also nicht geschoren werden.

Das Soay-Schaf besitzt noch eine saisonale Brunftzeit - Oktober bis Dezember - sodass die Lämmer von März bis Mai geboren werden. Nach Angaben von Lothar Wallenstein kann sich die Brunftzeit bis zum Februar hinziehen, wenn weibliche Tiere ohne Bock über den Winter gehalten werden. Die Tiere sind sehr pflegeleicht, wetterfest und winterhart. Sie werden das ganze Jahr im Freien gehalten, mit einem nach drei Seiten geschlossenen Unterstand, in dem im Winter auch das Heu zugefüttert wird. Im Sommer benötigen die Tiere Schattenplätze, um bei warmem Wetter einer Überhitzung zu entgehen. Man rechnet ein Fläche von 700 Quadratmetern (7 ar) pro Tier als ganzjährige Weidefläche.